Grunderwerbsteuer berechnen
Grunderwerbsteuer in Deutschland 2026
Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer, die beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks anfällt. Jedes Bundesland legt den Steuersatz selbst fest. Die Spanne reicht von 3,5 % in Bayern und Sachsen bis 6,5 % in Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Die Steuer wird auf den Kaufpreis (nicht den Verkehrswert) berechnet und ist vom Käufer innerhalb eines Monats nach Steuerbescheid zu zahlen. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung, die für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch benötigt wird.
Häufige Fragen
Kann man die Grunderwerbsteuer umgehen?
In bestimmten Fällen fällt keine Grunderwerbsteuer an: bei Verkäufen zwischen Ehepartnern, bei Erbschaften oder bei Schenkungen. Auch beim Kauf einer Immobilie unter 2.500 € Kaufpreis entfällt die Steuer (Freigrenze).
Wann muss die Grunderwerbsteuer gezahlt werden?
Nach der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags informiert der Notar das Finanzamt. Dieses schickt einen Steuerbescheid. Die Zahlung ist innerhalb eines Monats fällig.
Ist die Grunderwerbsteuer steuerlich absetzbar?
Bei vermieteten Immobilien ja: Die Grunderwerbsteuer zählt zu den Anschaffungsnebenkosten und wird über die Abschreibung (AfA) steuerlich berücksichtigt. Bei selbst genutztem Wohneigentum ist sie nicht absetzbar.